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Spitzenzündung (CD)

Einfache Handhabung und hohe Qualität im Dünnblechbereich,

dadurch überzeugen die Verfahren der Spitzenzündung

  1. Verfahrensstärken

- preiswerte Schweißbolzen
- 230 V AC Schukoanschluss genügt
- einfache Handhabung
- kostengünstige Geräte
- gut automatisierbar
- keine oder je nach Anwendung nur spiegelsichtbare Markierungen auf der Gegenseite
- lackierte Rückseiten möglich

  1. Typische Anwendungsbereiche sind:

Schaltschrankbau, Fahrzeugbau, Fassadentechnik, kathodischer Korrosionsschutz, Isolationen auf Metall

 

  1.  Verfahrensarten:

Das Spitzenzündungsverfahren unterteilt sich wiederum in Kontaktverfahren und Spaltverfahren. Im Folgenden finden Sie die beiden Verfahren näher erläutert, wie auch Anwendungsstärken und technische Details.

 

 

Symbol Kontakt

Symbol Kontakt

Übersicht Spitzenzündung

Grundsätzlich gilt auch beim Bolzenschweißen: Die Verbindung darf nicht in der Fügezone versagen!
Während der extrem kurzen Schweißzeit muss die gesamte Oberfläche des Schweißbolzens und des Werkstückes aufgeschmolzen werden.
Dies hat zur Folge, dass sich Verfahrensgrenzen ergeben, bei deren Überschreitung Abstriche in der Festigkeit gemacht werden müssen. In der folgenden Tabelle finden Sie Abmessungen, mit denen verfahrenssichere Verbindungen nach DVS erreichbar sind. Andere Abmessungen können zum Teil gut und sicher verschweißt werden, sollten aber durch Versuche an der tatsächlichen Schweißaufgabe geprüft werden. Eine Verfahrensprüfung nach DIN EN ISO 14555 kann meist nur mit erheblichem Aufwand bestanden werden.
 

 

KenngrößeSpaltschweißenKontaktschweißen
Ordnungs-Nr. nach ISO 4063 786 786
Bolzendurchmesser d (mm) 0,8 bis 8 (Alu bis 6) 0,8 bis 8 (Alu bis 6)
Spitzenstrom ca. (A) 10 000 10 000
Schweißzeit ca. (ms) 0,5-2 1-4
Federkraft ca. (N) 40-60 60-100 (abhängig von Kolbenmaßen und Lagerung)
Auftreffgeschwindigkeit ca. (m/s) 0,5-1 (Alu 1-1,5) 0,5-0,7
Zündung Meist korrekt =
(Frühzündung möglich)
hohe Prozesssicherheit
Immer korrekt
hohe Prozesssicherheit
Kaum sichtbare Abdrücke auf der Rückseite gegeben gegeben
Material St, VA, MS, AL
(und weitere)
St, VA, MS, AL
(und weitere)
Min. Werkstückdicken (mm) 0,5 0,5
Isoanwendung ja ja
Anwendungsstärken
  • Automatisiertes Schweißen
  • Dünnblech bei hohen Anforderungen an die Rückseite
  • Aluminium
  • Handschweißen von Stahl (legiert/unlegiert)
  • galvanisch verzinkte Oberflächen
  • leicht gewölbte Oberflächen
Anwendung außerhalb der Verfahrensgrenzen
Geometrische Grenze
  • < Ø10, Ø12 in Stahl, rostfreiem Stahl und Messing
  • < Ø8 in Aluminium
(Diese Verbindungen sind möglich, jedoch kann ein Bruch in der Schweißzone nicht immer ausgeschlossen werden)
Grenze der Schweißeignung des Materials vom Werkstück
  • ungeeignete Beschichtungen, die zum Teil 25 µm überschreiten (z. B. Verzinkung)
  • dicke Beschichtungen gepaart mit großen Durchmessern
  • Oxide auf Al-Oberflächen
  • Legierungselemente wie Blei, Schwefel
Angegebene Werte können je nach Gerät und Anwendung abweichen

 

Die Werte der oben stehenden Tabelle orientieren sich an Tabelle 1 aus DVS 0903:2018.